
''Nun widmet sich die, seit 2010 in Köln lebende Musikerin und Trägerin des WDR Jazzpreises in der Kategorie Komposition der Vertonung von Gedichten aus der Sammlung "Improvisationen aus dem Capreser Winter", verfasst von Rainer Maria Rilke 1906 und 1907. Das sind Texte, die an die Wurzel der existentiellen, menschlichen Einsamkeit tauchen zu Gefühlen von Entfremdung und Verlorenheit, aber in ihrem Verlauf dann einen Weg von Verzweiflung zu Erlösung weisen. Dunkel schimmernd, dann auch strahlend, fast gleißend ist der musikalische "Stream of consciousness", mit dem Tamara Lukasheva, singend und sich am Klavier begleitend, Rilkes Wunsch, dass der Klang seiner Worte auch deren Gehalt jenseits des Intellekts erfahrbar machen möge, entspricht. Mit, sich leise anschleichender Dramatik, in der drängende Wucht aus zartesten Tönen erwächst, gestaltet sie mit hellem, kristallinen Gesangstimbre die Spannungsbögen der elf Vertonungen, und reiht sie durchgehend aneinander. So entsteht ein großes Werk und Musik, die ihrer emotional fesselnden, lyrischen Vorlage gerecht wird.'' BR Klassik
Productions

Tamara Lukasheva Solo
Rilke vertont.
Wolf hunter, 2026

Tamara Lukasheva Solo
Gleichung
WismART, 2021